Katerina, als erfahrene Mitteldistanzlerin mit den Tücken und Freuden der 1,9 Kilometer Schwimmen, 86 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen vertraut, bekam Gesellschaft von Ina, die sich erstmals auf dieses Abenteuer wagte. Beide gingen schon optisch vereint im TPSK-Trikot und mit Liv-Rädern an den Start und zeigten auch im Weiteren, dass sie als Team antraten.
Der Auftakt im Wasser hatte es direkt in sich. Der Baggersee war zwar erträglich kühl, aber auch reichlich begrünt. Immer wieder galt es, Seegras von der Brille zu zupfen oder gar ganze Büschel aus dem Gesicht zu entfernen. Dabei kraulten die einen souverän durch das Gewächs, während andere mit Botanik und Beklemmung kämpften. Am Ende kamen aber laut Veranstalter alle wohlbehalten wieder aus dem Wasser. Ina konnte – gestählt von vielen vorherigen Freiwassereinheiten – einen kleinen zeitlichen Vorsprung für sich verzeichnen, der dank schnellstem Wechsel von Katerina aber direkt wieder schmolz.
Auf dem Rad zeigte sich anschließend, dass der Ingolstädter Triathlon auch aerodynamisch herausfordert, dank eines ordentlichen Gegenwinds auf der zwei Mal zu fahrenden Strecke hinaus in die offene und teils recht hügelige Landschaft. Hier war Kopf runter und Druck auf dem Pedal gefragt, und den lieferten beide TPSK-Athletinnen: Katerina spielte ihr Know-how aus sturmartigen Verhältnissen während vergangener Wettkämpfe aus, während Ina die freudige Erfahrung machte, dass sich Trainingsfleiß tatsächlich auszahlt. Doch auch auf dem gnädigeren Rückweg, bergab mit Rückenwind, war noch Demut angesagt, wenn ein Profi, wie Finn Große-Freese, der sich spontan angemeldet hatte, mit – gefühlt – Überschallgeschwindigkeit an einem vorbeirauschte.
Der den Wettkampf abschließende Lauf brachte eine Mischung aus Naturerlebnis und urbanem Flair. Zunächst ging es sehr idyllisch um den Baggersee herum. Hier klatschten sich Katerina und Ina ein letztes Mal ab, bis erstere aus Sicht von letzterer nur noch von hinten und bald gar nicht mehr zu sehen war. Danach wurde es zunehmend städtischer, als die Route an der Donau entlang und mehrfach über sie hinweg führte, mit Blick auf das eine oder andere Ingolstädter Wahrzeichen. Dank Sambagruppe, Hobby-DJs, skandierenden Kindergruppen, Kuhglockenschwingern und dem mitangereisten TPSK-Support kam hier dann auch echte Wettkampfstimmung auf, so dass sich der lange Lauf doch recht kurzweilig gestaltete.
Der letzte Kilometer fühlte sich dann zwar an wie zwei, aber am Ende begab sich höchst Erfreuliches: In der Wertung lagen Katerina und Ina nämlich nicht nur dicht, sondern direkt beieinander! Ein Ergebnis, das sinnbildlich für den gemeinsamen Auftritt steht: Routine und Premiere - in Ingolstadt hat sich das wunderbar ergänzt! (IR)